7 Schritte, die helfen, eine Kreativitätsblockade aufzulösen. Ein Beitrag für alle, die vor einem leeren Blatt sitzen und nicht auf die Muse warten können oder wollen, sondern jetzt kreativ sein wollen oder sollen.

Kreativsein jetzt – Warum? Der neue Textbeitrag will geschrieben werden, das neue Bild muss fertig werden. Die Deadline fürs neue Buch läuft auch bald ab.

Auf Brigitte.de ist der Beitrag „Kreativ sein auf Knopfdruck: So geht’s“ erschienen. Ich stimme nicht allen Aussagen zu, aber einem Punkt ganz besonders:

1. Schritt: Social-Unterbrecher abstellen

Ständige Social Media , e-mail, SMS, What’s App Nachrichten sind Unterbrechungen, die in der Tat „Gift für die Kreativität“ sind.

Es gibt ganze Bücher und psychologische Abhandlungen, die sich mit dem Thema Kreativitätssteigerung und dem Auflösen von Mal-, Zeichnen- oder Schreibblockaden beschäftigen.

Hier gebe ich einen Einblick darüber, welche Methoden bei mir fast immer zum Erfolg führen.

Vielleicht ist es ganz hilfreich zu wissen, dass ich selbst seit vielen Jahren selbständig bin und an einigen Büchern aktiv als Autor, Co-Autor und Layouter gearbeitet habe. Die Kreativität wurde einfach gefordert und auch geliefert.

Kein Social Media heißt NICHT Stille und Einsamkeit

Wichtig: Für kreatives Arbeiten ist nicht zwingend Ruhe erforderlich. Man kann auch in einer vollen U-Bahn oder in einem beliebten Caffee sehr kreativ sein. Social-Media verlangt aber eine Aktion, ein Antworten von Dir, am besten noch mit emotionalem Engagement. Das ist es, was dich hemmt. Es sagt dir immer, dass du jetzt und sofort noch etwas tun musst und dein aktuelles „Zeugs“ beiseite schieben sollst.

Ich bin also kein Anhänger der These, dass Kreativität nur in einer kontemplativen & meditativen Umgebung funktioniert. Im Job kann man sich diesen Luxus sowieso nicht erlauben.

2. Schritt: Die große Idee in Teil-Ideen skizzieren

Das Problem ist normalerweise nicht, dass man gar keine Idee hat. Oft ist die Idee oder Aufgabenstellung nur so unkonkret, dass man beim Nachdenken keine gedankliche Struktur aufbauen kann und dann drehen sich die Gedanken schnell im Keis. Jeder kreative Anflug, den man mal hatte ist dahin.

In diesen Fällen hilft am besten, wenn man erst mal anfängt alles in Stichworten aufzuschreiben, was einem in den Kopf kommt.

Kritzeln ist Kreatives Tun

Wenn es um das Malen oder Ausmalen von Bildmotiven geht, sind leichte Skizzen oder einfache Kritzeleien – keine Ausarbeitung die beste Möglichkeit die eigene Vorstellung zu konkretisieren.

3. Schritt: Loslegen, Machen und Tun ist das Zauberwort.

Im Grunde macht man einfach ein Brainstorming mit sich selbst. In Firmen werden teure Berater bezahlt, damit sie der Marketingabteilung und den Führungskräften das freie Assoziieren von Gedanken und Ideen (wieder) beibringen.

Ein anfangs lockeres rangehen an das Problem hilft beim Anfangen:

Der Autor hat ja schon in aller gröbsten Zügen eine Idee worüber er schreiben will. Der Maler weiß schon, ob er Menschen-Szenerien, Naturlandschaften oder Weltraumbilder erschaffen möchte.

Kreativität ist ein sich selbst verstärkender Prozeß

Genau von diesen gröbsten Überlegungen muss man ausgehen und dann richtig rangehen. Ein Gedanke, egal ob Wort oder Strich führt zum nächsten. Erstmal immer weiter machen.

Beispiel für die Kreativitätsförderung: Malbücher als Kreativitätshelfer

Wer schon recht lang keinen Stift mehr in die Hand genommen hat und nur auf dem Computer Marketingunterlagen und Flyer entworfen hat, der weiß auch nicht gleich, was er denn malen soll.

Mit dem Malbuch „Mein buntes Gartenhaus zum Ausmalen“ beispielsweise kann sie oder er mit dem Malen von kleinen 2, 3 oder 5 tonigen Farbpaletten beginnen. Eine kleine, einfache und überschaubare Aufgabe, die Spaß macht.

Kreatives Malbuch für Erwachsene - Garthenhaus und Holzhaus

Dann geht es an die Gartenhäuser. Auch hier kann die Ausmalerin erstmal mit kleinen Häuschen beginnen und die ganze Fassade in einer Farbe ausmalen. Später steht dann ein komplexeres Gartenhaus mit unterschiedlichen Farbtönen zum Bemalen bereit.

Und je mehr sie oder er mit den Stiften Übung bekommen hat, desto mehr werden Farben vermischt und neue Techniken ausprobiert. So kann man sich auch ganz leicht Kreativität wieder antrainieren. Hier noch ein paar Ausmaltipps für Malbücher zur Anregung.

Malbücher sind eines von vielen Hilfsmitteln zum Wiederentdecken der eigenen kreativen Möglichkeiten.

4.Schritt: Unterlasse Kritik an den Ideen!

In dieser Ideenfindungsphase hilft es nicht, kritisch zu hinterfragen, ob das alles etwas taugt.

Es geht gerade darum, erstmal viele Verknüpfungen oder Einzelthemen zu finden. Aussortiert oder in sinnvollen Aktionsfolgen gestaltet wird der Text erst später.

Selbst Zwischenüberschriften werden nur dann gesetzt, wenn sie zufällig schon entstanden sind, sonst werden sie später zielgerichtet überlegt.

5. Schritt: Umsetzung des Brainstormings

In den meisten Fällen, weiß man während des Brainstormings, den Kritzeleien, den Strichzeichnungen und Wort- und Begriffssammlungen plötzlich, was man schreiben oder malen möchte.

Sobald du das Gefühl hast loslegen zu können, dann tu es auch.

Was danach kommt, ist Handwerk.

6. Schritt: Reduktion der Komplexität, wenn es immer noch nicht läuft.

Manchmal hat man in diesen bewusst herbeigeführten Phasen der Ideenfindung wieder so viele tolle Ideen gesammelt, dass man gar nicht weiß, was man zuerst machen soll

Eine Lösung: Reduktion der Komplexität heißt: setze nicht alles mit allem in Beziehung.

Versuche erstmal alles Wichtige vom Unwichtigen zu trennen.

Jetzt mache aus all den Idee im 3er. Schubladen und ordne darin alles andere ein.

Jetzt hast du eine Struktur mit der du Arbeiten kannst und kannst beginnen deinen Artikel zu schreiben oder das Bild zu malen.

Kreativität fällt eben nur manchmal vom Himmel, oft genug muß man dafür hart arbeiten.

7. Schritt: Laß dich nicht von deiner Unwissenheit blockieren

Ein häufiges Problem ist, dass man bei ganz neuen kreativen Ideen noch nicht so viel Hintergrundinfos hat, wie man bräuchte, um die gewünschte Qualität zu erreichen.

Schreibe trotzdem erstmal drauf los, was du dir vorstellst, wie sich das Thema deiner Meinung nach vermutlich darstellt .

Dann recherchiere, wie man genau eine Blume in 3-D zeichnet oder wie bestimmte wirtschaftspolitische Zusammenhänge funktionieren…

Das Nicht-Wissen soll kein Grund für eine Kreativitätsblockade sein. Es ist einfach nur ein Problem, das gelöst werden kann. Sonst schreib oder male etwas anderes, oder mache an einer anderen Stelle weiter, während du auf die Infos wartest.

Fazit: Irgendetwas tun ist immer besser als Blockade zu haben.

Natürlich ist es schön, wenn man einen Einfall hat und die Ideen und auch deren Umsetzung alles schön im Fluss ist. Die Realität ist nur des Öfteren ganz anders.

Nichts tun ist keine Lösung – Nur durch Machen steigt auch die Chance Lösungen zu finden.

Das ist auch das Geheimnis von „Kreativität jetzt und sofort“ – auf Knopfdruck: Zusammenreißen und Machen und Tun – irgendwann kommt schon was Brauchbares heraus.

Quellen zu dem Thema von anderen Seiten: